Urlaubs(Geheim)tipp: Kaş am Mittelmeer

Es war einmal ein kleines Fischerdorf im Südwesten der Türkei namens Kaş. Hier laufen die Uhren noch etwas langsamer und man fühlt sich direkt ein paar Jahre zurück versetzt.
Also nicht das ihr jetzt denkt, dort gibt's kein fließendes Wasser oder so. Aber es kann schon mal vorkommen, dass euch auf dem Weg ins Dorf Toiletten begegnen, die nicht dem europäischen Standard entsprechen.

Ich habe das Glück, dass die Familie von meinem Freund in Kaş eine Ferienwohnung besitzt und so sind wir regelmäßig da. Nicht nur weil es viel günstiger und einfacher ist dort Urlaub zu machen, sondern weil es eines der schönsten Fleckchen auf der Welt ist. Es ist genau touristisch genug, um aber immer noch ein Geheimtipp zu sein. Denn die drei Stunden Autofahrt entlang der Küste von Antalya oder Dalaman nehmen die wenigsten gerne in Kauf. Dabei ist das eigentlich mit der schönste Part (wenn man nicht gerade wie ich immer seekrank auf der Rückbank wird haha), denn nach etwa einer Stunde Fahrt solltet ihr unbedingt bei Ulupinar Kayalar Restaurant in den Bergen halten. Ob Frühstück, Lunch oder Dinner, hier schmeckt es immer grandios. Ofenfrisches Brot, hausgemachte Butter, Käse, Oliven und Tee gehören immer dazu. 



Und fährt man dann noch zwei Stunden weiter, sieht man nicht nur wunderschöne Landschaft und türkisblaues Wasser samt Strände, sondern erreicht auch schon das kleine Fischerdorf. Einige Einblicke in das kleine Dorf hatte ich euch schon in diesem Beitrag gegen den Herbstblues gegeben. 


Und was könnt ihr vor Ort jetzt alles so machen? Abschalten für's Erste, denn es gibt so gut wie kein offenes Wlan und nutzt auf gar keinen Fall euer mobiles Netz (es sei denn ihr habt einen spezielle Roaming-Option). Mich hat das Laden einer Website (ganze 4,5 MB) rund 50 Euro gekostet, denn die nehmen doch tatsächlich über 11 Euro pro MB (bei Vodafone). Tssss. Man war ich sauer. Aber es gibt super günstige türkische Prepaid-Karten, falls ihr es gar nicht aushaltet. Ich erzähle das nur, weil mein Plan war von dort ein wenig zu arbeiten und damit man weiß, worauf man sich einlässt. Unser einer will ja vielleicht auch Mutti anrufen und sagen, dass man gut angekommen ist. So nun schweife ich aber ab...




Da ich bei meinem Besuch dieses Jahr festgestellt habe, wie wenig eigentlich ausgeschildert ist und es eben noch ein kleiner Geheimtipp ist, lasse ich euch einfach mal an all meinem gesammelten Wissen aus den letzten Jahren teilhaben. 

Es gibt nämlich so einige Dinge, die ihr dort nicht verpassen solltet.

Freitag ist Markttag:

Solltet ihr auf keinen Fall verpassen und euch dort zum Frühstück treffen. Frauen aus den umliegenden Dörfern machen frischen Teig, füllen ihn mit Käse und backen es vor Ort. Dazu gibt's frischen Tee und Marktgemüse. Ob Obst, Gemüse, Käse, Öl oder Souvenirs - hier könnt ihr euch für den Rest eures Aufenthalts mit allem versorgen und es ist dazu noch sehr günstig. 





Kaş und Umgebung sind bekannt für Granatäpfel. Ihr solltet euch also ab und an mal einen gönnen. Den Markt findet ihr übrigens am Ortseingang, dort wo es auch auf die Halbinsel geht und gleichzeitig nur wenige Meter vom Dorfzentrum entfernt. Kann man also nicht gar nicht verfehlen. 




Strand-Empfehlungen:

Etwa eine halbe Stunde mit dem Auto entfernt, findet ihr einen der wunderschönsten Strände der Türkei: Kaputaş

Der Strand liegt direkt an einer Felsspalte und man muss einige Treppen nach unten gehen, bis man das klare türkise Wasser erreicht. Mittlerweile gibt es hier auch ein Restaurant und die Möglichkeit Liegen oder Sonnenschirme auszuleihen.  


Aber es gibt noch weitere Strände, die ich euch direkt rund ums Dorf empfehlen kann. Auf der Halbinsel von Kaş findet ihr mehrere kleine Strände, die man nicht verfehlen kann. Wer lieber ein Restaurant in der Nähe haben will und nicht auf Liegen & Co. verzichten möchte, der sollte sich den Strand Kaş Belediyesi Halk Plajı vornehmen. Dieser ist frisch angelegt und wirklich sehr schön. 

Einen weiteren Strand mit kleinen kalten Stromstellen gibt am anderen Ende des Dorfes: Büyükçakıl Plajı. Hier badet man in einer kleinen Bucht und kann sogar ein wenig klettern oder wandern drum herum. 

Aber ihr könnt euch auch einfach ein Boot schnappen und rüber nach Griechenland fahren - dort gibt es nämlich ebenso schöne Strände. Ja Griechenland. Wirklich jetzt. Denn direkt vor dem Fischerdorf liegt ein kleine griechische Insel namens Kastellorizo. Dort warten bunte griechische Häuser, ein kleiner Hafen, ein Aussichtturm und weitere Strände auf eure Erkundungstour. Dazu einfach am Dorfhafen nach dem passendem Boot erkunden (es werden auch Ausflüge dort hin angeboten).

Bestes Baklava:

Wollt ihr gutes Baklava essen, dann holt euch das am besten bei NUR Pastanesi auf der Hauptstraße im Dorfzentrum. Essen kann man eigentlich wirklich überall gut (am Marktplatz/Hafen ist es natürlich immer etwas teurer). Aber grundsätzlich ist es wirklich alles sehr günstig dort für uns Europäer. 1 Euro sind derzeit knapp 4,40 Lira. Wir haben oft wie Könige für rund 100 Lira (rund 23 Euro)  mit 4 Personen gegessen. 

Aktionen / Unternehmungen in der Umgebung:

Natürlich gibt es noch viele weitere Aktionen, die ihr unternehmen könnt. 
Besucht Kalkan (die Kleinstadt nahe Kaputaş) - dort erwarten euch viele Briten und Russen sowie europäische Preise. Wer shoppen oder Cocktails trinken will - der wird hier fündig. 

Oder wie wäre es mit dem längsten (und angeblich schönsten) Strand der Türkei: Patara?
Und dann gäbe es noch die Schlucht Saklikent - in der ihr klettern und durch Stromschnellen laufen könnt. 

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